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Die Hauptvorträge der Fachtagung “Kinderrechte und Kinderschutz zwischen Anspruch und Wirklichkeit”, die am 30.11. und 1.12.2017 an der Hochschule Merseburg stattfand und gemeinsam von der Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. und der Hochschule Merseburg organisiert wurde, sind nun auf Youtube online. Es handelt sich um drei Teile:

Teil 1 beinhaltet die Grußworte von Prof. Dr. Jörg Kirbs (Rektor der Hochschule Merseburg), Susi Möbbeck (Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Wolfgang Feuerhelm (Vorstandsvorsitzender DGfPI e.V.) und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) und die Vorträge "Günther-Deegener-Gedächtnisvortrag: Bundeskinderschutzgesetz aus 2 Perspektiven: Das Bundeskinderschutzgesetz zwischen Anspruch und Wirklichkeit" (Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner), "Wie gehen wir an, was alle angeht? Herausforderungen für Politik und Gesellschaft bei der Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch" (Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs), "Verwirklichungschancen für ein gelingendes Aufwachsen als zentrale Ansprüche von Kinderrechten und Kinderschutz" (Prof. Dr. Heiner Keupp)

Teil 2 beinhaltet den Vortrag "Begleitete minderjährige Flüchtlinge –Die Lebenssituation in Unterkünften und der Anspruch auf Kinder- und Jugendhilfe" (Adam Naber,Bundesfachverband unbegleiteteminderjährige Flüchtlinge e.V.) sowie die Forderungen der DGfPI „Starke Stimmen für Flüchtlingskinder –10 Forderungen an die neue Bundesregierung"

Der abschließende Teil 3 beinhaltet die Vorträge "Gespräche mit (sozial)pädagogischenFachkräften: Ressourcen, Kompetenzen, Widersprüche im Umgang mit Sexualität und sexualisierter Gewalt in professionellen Settings" (Katja Krolzik-Matthei, Torsten Linke) und "UN-Kinderrechtskonvention / Standortbestimmung Deutschland! Was ist zu tun?" (Judit Costa, Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention, Deutsches Institut für Menschenrechte)

Wir wünschen gute und informative Eindrücke.

Sehr herzlich laden Sie die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention (DGfPI) (Link) und die Hochschule Merseburg zur Fachtagung ein. Sie steht unter dem Titel:

Kinderrechte und Kinderschutz zwischen Anspruch und Wirklichkeit:
25 Jahre Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention
15 Jahre Gewaltschutzgesetz und
  5 Jahre Bundeskinderschutzgesetz.

Die zweitägige Veranstaltung findet am 30.11. und 1.12.2017 in Merseburg statt. Sie unternimmt eine Bestandsanalyse und bietet über zahlreiche Vorträge und praxisorientierte Workshops ein vielfältiges Angebot, um einen umfassenden Überblick über den aktuellen theoretischen, praxisorientierten Sachstand zu erhalten und in den verschiedenen Handlungsfeldern die eigene Handlungsfähigkeit bzgl. der Prävention sexualisierter Gewalt zu erweitern.

Im Vorfeld findet bereits eine Pressekonferenz statt.

Das Programm finden Sie hier: Programm (und Anmeldung).

  • Ort: Hochschule Merseburg, Gartenhaus (Eberhard-Leibnitz-Str. 2, Merseburg)
  • Zeit: 2. November 2017, 13:00 – 14:30 Uhr

Im Rahmen der Förderlinie „Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden in einer ersten Förderphase im Zeitraum von 2014 bis 2017 die Forschungsprofessur „Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung“ (besetzt mit Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß) und das Forschungsprojekt „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“ gefördert. Nach einer Evaluation der Projektergebnisse wurde vom Bundesministerium eine zweite Förderphase bewilligt, über die die Finanzierung der Forschungsprofessur und des angegliederten Forschungsprojekts bis 2020 gewährleistet wird.

Beim Publikums- und Pressegespräch am 2. November 2017 werden die Projektergebnisse der 1. Förderphase der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, zugleich wird ein erster Ausblick auf den weiteren Forschungsverlauf gegeben. Vertreterinnen und Vertreter der Presse und darüber hinaus alle weiteren Interessierten sind herzlich zur Projektpräsentation eingeladen. Sie findet von 13:00 bis 14:30 Uhr im Gartenhaus der Hochschule Merseburg statt.

Für Ihre Fragen und Interviews stehen Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Katja Krolzik-Matthei und Torsten Linke zur Verfügung. Vor Ort stellen Prof. Dr. Voß und Hr. Linke die Ergebnisse vor und stehen für Fragen und Interviews bereit.

Sehr gern weisen wir darauf hin, dass der nächste Durchgang des Masterstudiengangs „Sexologie – Sexuelle Gesundheit und Sexualberatung“ voraussichtlich im April 2018 startet. Es sind noch einige Plätze frei und Bewerbungen sind noch möglich. Eine Informationsveranstaltung zum kostenpflichtigen Weiterbildungs-Masterstudiengang findet am 29. September in Berlin statt. Dort gibt die Studiengangsleitung einen Überblick über den Studiengang und auch über mögliche Finanzierungsvarianten (eine Förderung mit bis zu 90 % ist möglich, abhängig vom Bundesland und weiteren Kriterien).

Informationsveranstaltung:
- Termin: 29. September 2017, 19.15 Uhr
- Ort: b-vocal GbR, Boxhagenerstrasse 18, 10245 Berlin
- Informationen zum Studiengang: hier
- Fragen richten Sie gern an Prof. Dr. Harald Stumpe, harald.stumpe@hs-merseburg.de

Der Studiengang "Sexologie" ist körperorientiert fokussiert: „Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens.“ (WHO) Für wirksame sexualpädagogische oder sexualtherapeutische Arbeit ist es erforderlich, dass sowohl psychische als auch physische Eigenschaften des jeweiligen Menschen im Blick sind, ebenso wie dessen Wertmaßstäbe. Das ist grundlegend für den Masterstudiengang "Sexologie", der zentral auf Komponenten des Sexocorporel-Konzeptes basiert. Der Tagesspiegel fasste die Ausrichtung des Studienganges prägnant zusammen: „Wie im Sport und in der Ernährung ist auch in der Sexualität eine gute Körperwahrnehmung zentral für das sexuelle Wohlbefinden […]. Dazu gehören Atmung sowie Anspannung und Entspannung von Muskeln. Im neuen Masterstudiengang lernen die Studierenden nebst der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über die eigene Reflexion und Bewegungs- und Atemübungen ihren eigenen Körper besser kennen.“ (Tagesspiegel, 14.9.2014) Der von der AHPGS akkreditierte Studiengang richtet sich somit stärker an Interessentinnen aus beraterischen und therapeutischen Berufen wie Fachkräfte aus Beratungsstellen, ÄrztInnen und PsychologInnen sowie freiberuflich beraterisch Tätige.

Wir haben uns entschieden, den größten Teil der Seminare in Berlin durchzuführen, um optimale Anreisemöglichkeiten für Studierende auch aus den Nachbarländern zu sichern. Alle prüfungsrelevanten Lehrveranstaltungen finden in der Hochschule in Merseburg statt.

Mithu Sanyal: Rape revisited
Warum wir über sexualisierte Gewalt sprechen, wie wir darüber sprechen

Die Silvesternacht 2015/16 in Köln, Pussy-Grabbing-Kommentare des amerikanischen Präsidenten, date rape… Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten, manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit. Doch trotz breiter medialer Berichterstattung gibt es bis jetzt keine umfassende, sachliche Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen.

Die Kulturwissenschaftlerin Mithu M. Sanyal schließt diese Lücke. Sie zeichnet nach, wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde und betrachtet in diesem Zusammenhang auch die Rolle, die Rassismus spielt. Von Augustinus bis #ichhabenichtangezeigt, über Foucault, feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung bis hin zu Transrechten geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann. Was heißt »Nein heißt nein«? Was heißt »ja heißt ja«? Und was bedeutet Konsens wirklich?

Mithu Sanyal wird über ihr aktuelles Buch „Vergewaltigung“, über die richtigen Worte und feministische Kontroversen sprechen.

Donnerstag | 21.09.2017 | 17:00 Uhr
Hochschule Merseburg | TAC-Theater am Campus
Eberhard-Leibnitz-Str. 2 | 06217 Merseburg
Faltblatt | Eintritt frei

Eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule Merseburg mit der
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

In Zusammenarbeit der Hochschule Merseburg - BMBF-Projekt "Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung" (Link) - und der Sportjugend Sachsen-Anhalt (Link) findet am 3. und 4. November 2017 die Fachtagung "Kinder spielend bewegen" statt. Orientiert an der praktisch orientierten Verbandsarbeit bilden bei der Fachtagung Bewegungskonzepte und Konzepte zur Prävention vor sexualisierter Gewalt und zur Förderung von Selbstbestimmung die Schwerpunkte. Es handelt sich um eine Vernetzungstagung, bei der Theorie und Praxis gemeinsam Konzepte weiterentwickeln und erproben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Programm als PDF-Datei

Fachtagung "Kinder spielend bewegen"

...weiterlesen "3. und 4. November: „Kinder spielend bewegen“ – Gemeinsame Fachtagung der Sportjugend Sachsen-Anhalt und der Hochschule Merseburg, BMBF-Projekt „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“"

Ort: Hochschule Merseburg, Gartenhaus
Zeit: 24.8.2017, 14:00 Uhr (bis Ende: 17:00)

Die Ergebnisse des interdisziplinären europäischen Forschungsprojekts TRASE zum Thema "Sexuelle Bildung und Behinderung" werden am 24. August 2017 von 14:00 bis ca. 17:00 Uhr im Gartenhaus der Hochschule Merseburg in einem Presse- und Publikumsgespräch vorgestellt. Im Projekt entwickelte Arbeitsmaterialien wie Karten und anatomisch korrekte Puppen werden dabei gezeigt und erläutert. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen, kostenfrei und ohne Anmeldung.

Das Projekt mit dem Namen TRASE hat ein Gesamtvolumen von 255.000 Euro und wird von der Förderlinie Erasmus+ gefördert. Projektpartner sind außer der Hochschule Merseburg Institutionen aus insgesamt sieben europäischen Ländern. Gemeinsam entwickeln und testen sie einen 40-stündigen Trainingskurs für Fachkräfte. Diese sollen durch den Kurs befähigt werden, Menschen mit Behinderung eine professionelle und vor allem zielgruppenorientierte Sexualerziehung zu ermöglichen. In jedem der beteiligten Länder soll darüber hinaus eine Akkreditierung des Kurses und eine Integration in bestehende Studiengänge angestrebt werden.

Projekthomepage: Englisch / Deutsch.

Antje Schrupp | Vortrag & Gespräch

Es gibt Menschen, die können schwanger werden, und Menschen, die können
nicht schwanger werden. Und es lässt sich schon bei der Geburt eines
Kindes mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob es einmal
zu der einen oder der anderen Sorte gehören wird.

Patriarchale Geschlechterhierarchien entstehen auch dadurch, dass nicht
gebärfähige Menschen Zugang und Kontrolle über Kinder erhalten und über
Versorgungspflichten bestimmen. Was bedeutet es für eine Gesellschaft,
dass einige Menschen schwanger werden können und andere nicht? Und was
heißt das für feministische Debatten die um die (Ent)Kategorisierung von
„Mann“ und „Frau“ kreisen? Über diese und weitere Fragen spricht die
Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp mit dem Publikum.

Donnerstag | 27.07.2017 | 17:00 Uhr
Hochschule Merseburg | TAC-Theater am Campus
Eberhard-Leibnitz-Str. 2 | 06217 Merseburg
Eintritt frei

Eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule Merseburg mit der
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

Link zur Videoaufzeichnung.

Wir möchten Sie und euch sehr gern zu Veranstaltungen im Themenfeld "Sexualität und Behinderung" einladen, bei dem entwickelte Materialien und ein Curriculum vorgestellt und diskutiert werden sollen. Die Materialien und das Curriculum wurden in einem EU-Projekt entwickelt, in dem der sexualwissenschaftliche Bereich der Hochschule Merseburg die Projektleitung hat.

Die Veranstaltungen finden am 7. Juli in Berlin (in Kooperation mit pro familia Berlin) und am 21. Juli in Kiel (in Kooperation mit dem PETZE-Institut) statt. Nähere Informationen finden sich im Anhang.

Bislang sind die entwickelten Materialien erst englischsprachig online ( www.traseproject.com ) - sie werden am 7. Juli und am 21. Juli aber auch in einer deutschsprachigen Variante vorliegen. Jede_r Teilnehmende erhält eine umfassende und gebundene Tagungsmappe mit den Materialien. (Alle Materialien und das begleitete Curriculum werden ab August frei zur Verfügung stehen.)

Hier finden Sie die Einladung - für Kiel (Variante 1 / Variante 2) und Berlin (Variante 1 / Variante 2). Da unser Projekt vor allem für Menschen mit Lernschwierigkeiten gedacht ist, möchten wir Sie bitten, die Einladung auch an Ihre Klient_innen weiterzuleiten und würden uns sehr freuen, wenn Sie eine gemeinsame Teilnahme ermöglichen würden. Die Teilnahme an der Fachtagung ist für Sie kostenlos.

Wir hoffen Ihr Interesse an unserem Projekt geweckt zu haben und freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Der "Dritte deutsche Männergesundheitsbericht - Sexualität von Männern" ist erschienen. Er ist in Kooperation von Stiftung Männergesundheit und Institut für Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule merseburg entstanden. Am 4. Mai 2017 wird er an der Hochschule Merseburg der Öffentlichkeit vorgestellt - alle Informationen und das Programm finden Sie hier: Einladung