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Silas Schmidt von Wymeringhausen trägt aktuell mit seinen*ihren Beiträgen zur Ausstellung „generell frisch“ im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg zu einer offenen und toleranten Stadt Merseburg bei. Fokussiert auf schwule Inhalte - insbesondere Cruising - eröffnet der*die Künstler*in Reflexionsräume für schwule Kultur. Einige Reaktionen aus dem Museum sorgten für Aufmerksamkeit. Entrüstet über die als vulgär empfundene Sprachwahl in den Exponaten und die Darstellung auch erigierter Penisse verwendete eine Mitarbeiter*in des Museums mehrfach den Begriff „abartig“ in Bezug auf die gezeigten Exponate. Medial hat sich darauf hin eine Diskussion entfacht, die überregional und regional wirkte.

Aber worum geht es eigentlich? Und was können wir als produktiven Ertrag für unseren Landkreis und unsere Stadt Merseburg aus der Debatte ziehen? Dazu fand an der Hochschule Merseburg eine Diskussionsveranstaltung statt, die im Folgenden dokumentiert ist.

Auf dem Podium diskutieren:

  • der Künstler Silas Schmidt von Wymeringhausen
  • Heiner Schulze vom Schwulen Museum* in Berlin
  • René Schäffer vom Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt
  • Maike Wolf, Bildungsreferent*in beim „Weltoffenen Saalekreis“
  • Moderation: Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß

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Sehr gern weisen wir Sie und euch auf die Fachtagung "Innerfamiliäre sexuelle Grenzüberschreitungen/sexualisierte Gewalt" hin, die am 10. September 2018 an der Hochschule Merseburg stattfindet.

Inhalt:
Den höchsten Anteil an sexualisierter Gewalt stellt das sexuell übergriffige Verhalten im familiären Kontext dar. Für Außenstehende sind diese Familienstrukturen durch die bestehenden Geheimhaltungsmechanismen schwer einsehbar (inzestuöse Familienbeziehungen). Die Wahrnehmung schwieriger familiärer Entwicklungen, von Grenzüberschreitungen, Kindeswohlgefährdungen durch innerfamiliäre sexualisierte Gewalt ist hierdurch erschwert.

Weitere Informationen zum Angebot und zur Anmeldung:
siehe hier (Ankündigung) und hier (Anmeldeformular).
Der Teilnahmebeitrag beträgt 20 Euro.

Im Psychosozial-Verlag erscheinen die beiden zentralen sexualwissenschaftlichen Buchreihen in der Bundesrepublik Deutschland: Die deutlich ältere ist die Reihe "Beiträge zur Sexualforschung", die von der Hamburger Sexualforschung verantwortet wird. Innovativ hinzugekommen ist die Reihe "Angewandte Sexualwissenschaft", deren Redaktion in der Merseburger Sexualwissenschaft angesiedelt ist. Eine Broschüre des Psychosozial-Verlags stellt jetzt die zentralen Bände vor, aus denen auch die Bedeutung abzulesen ist, was "Sexuelle Revolution" bedeuten könnte. Einen Blick in die Broschüre gibt es hier - Broschüre als PDF-Datei.

16.5.2018, 12:30 bis 13:15 Uhr: "'Auf der Suche nach einer verrufenen Klappe...' Von Klappen (Klappensex) und heutigem queeren Widerstand"

Ausgehend von Betrachtungen zur Klappenkultur in Westberlin – und ihre Beurteilung durch Aktivist*innen aus anderen europäischen Ländern, etwa durch Guy Hocquenghem – wendet sich der Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) aktuellen bedrohlichen gesellschaftlichen Entwicklungen zu. Er schildert, wie rechte Strömungen zunehmend Diskurse bestimmen, und verweist – unter anderem in Anschluss an die lesbische Aktivistin Jutta Oesterle-Schwerin – darauf, dass unter dem Deckmantel aktueller gesellschaftlicher Normierungen neue (gewalttätige) Restriktionen eingeführt werden. Voß fragt und stellt zur Diskussion: Wie können wir etwa den von Hubert Fichte positiv geprägten Begriff „Verschwulung“ behaupten – gegen „unsere“ eigene Geschichtsvergessenheit und gegen rechte Vereinnahmung?
Ort: Gartenhaus der Hochschule Merseburg (Eberhard-Leibnitz-Str. 2, 06217 Merseburg)

6.6.2018, 12:30 bis 13:15 Uhr: "'Die Idee der Homosexualität musikalisieren' - Vorstellung des neuen von Prof. Heinz-Jürgen Voß herausgegebenen Buches"

Das neue Buch "Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem" dürfte einige gute Diskussionen anregen. So gilt Hocquenghem als Vordenker der Queer Theorie - und ist er ein wichtiger Schwulenaktivist, der in Frankreich aktiv war und sich auch deutlich zu den schwulen Aktivitäten in Westberlin und der BRD positionierte. Richtungsweisend für den Band ist das Zitat von Guy Hocquenghem: "Ich würde die Idee der Homosexualität gern musikalisieren: Sie existiert nur in ihren Rhythmen, ihren Intervallen und ihren Pausen, sie existiert nur durch ihre (dramatische) Bewegung. Sie konjugiert Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit in diesem Rhythmus des Erscheinens und des Verschwindens." (Guy Hocquenghem, übersetzt von Salih Alexander Wolter) Heinz-Jürgen Voß stellt das Buch vor - und steht für Gespräche zur Verfügung.
Ort: Gartenhaus der Hochschule Merseburg (Eberhard-Leibnitz-Str. 2, 06217 Merseburg)

Liebe Kolleg*innen, liebe Interessierte,

die Hochschule Merseburg wird im April 2018 einen neuen Durchgang des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Sexologie - Sexuelle Gesundheit und Sexualberatung“ starten. Zur Zeit gibt es noch einige freie Studienplätze. Wir bitten Sie, alle potentiellen Interessent*innen darüber zu informieren. Eine zügige Bewerbung (Bewerbungsschluss 15.3.2018) ist ratsam, um sich einen der wenigen freien Plätze noch zu sichern. Nähere Informationen finden Sie unter den folgenden Links:

Master of Sexology, Sexologie (M.A.)

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und: https://www.hs-merseburg.de/smk/studiengaenge/berufsbegleitender-masterstudiengang-sexologie-ma/ .

Interessierte können sich gern mit ihren persönlichen Fragen an Prof. Dr. Harald Stumpe unter harald.stumpe@hs-merseburg.de wenden.

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Die Hauptvorträge der Fachtagung “Kinderrechte und Kinderschutz zwischen Anspruch und Wirklichkeit”, die am 30.11. und 1.12.2017 an der Hochschule Merseburg stattfand und gemeinsam von der Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. und der Hochschule Merseburg organisiert wurde, sind nun auf Youtube online. Es handelt sich um drei Teile:

Teil 1 beinhaltet die Grußworte von Prof. Dr. Jörg Kirbs (Rektor der Hochschule Merseburg), Susi Möbbeck (Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Wolfgang Feuerhelm (Vorstandsvorsitzender DGfPI e.V.) und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) und die Vorträge "Günther-Deegener-Gedächtnisvortrag: Bundeskinderschutzgesetz aus 2 Perspektiven: Das Bundeskinderschutzgesetz zwischen Anspruch und Wirklichkeit" (Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner), "Wie gehen wir an, was alle angeht? Herausforderungen für Politik und Gesellschaft bei der Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch" (Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs), "Verwirklichungschancen für ein gelingendes Aufwachsen als zentrale Ansprüche von Kinderrechten und Kinderschutz" (Prof. Dr. Heiner Keupp)

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Teil 2 beinhaltet den Vortrag "Begleitete minderjährige Flüchtlinge –Die Lebenssituation in Unterkünften und der Anspruch auf Kinder- und Jugendhilfe" (Adam Naber,Bundesfachverband unbegleiteteminderjährige Flüchtlinge e.V.) sowie die Forderungen der DGfPI „Starke Stimmen für Flüchtlingskinder –10 Forderungen an die neue Bundesregierung"
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Der abschließende Teil 3 beinhaltet die Vorträge "Gespräche mit (sozial)pädagogischenFachkräften: Ressourcen, Kompetenzen, Widersprüche im Umgang mit Sexualität und sexualisierter Gewalt in professionellen Settings" (Katja Krolzik-Matthei, Torsten Linke) und "UN-Kinderrechtskonvention / Standortbestimmung Deutschland! Was ist zu tun?" (Judit Costa, Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention, Deutsches Institut für Menschenrechte)

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Wir wünschen gute und informative Eindrücke.

Sehr herzlich laden Sie die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention (DGfPI) (Link) und die Hochschule Merseburg zur Fachtagung ein. Sie steht unter dem Titel:

Kinderrechte und Kinderschutz zwischen Anspruch und Wirklichkeit:
25 Jahre Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention
15 Jahre Gewaltschutzgesetz und
  5 Jahre Bundeskinderschutzgesetz.

Die zweitägige Veranstaltung findet am 30.11. und 1.12.2017 in Merseburg statt. Sie unternimmt eine Bestandsanalyse und bietet über zahlreiche Vorträge und praxisorientierte Workshops ein vielfältiges Angebot, um einen umfassenden Überblick über den aktuellen theoretischen, praxisorientierten Sachstand zu erhalten und in den verschiedenen Handlungsfeldern die eigene Handlungsfähigkeit bzgl. der Prävention sexualisierter Gewalt zu erweitern.

Im Vorfeld findet bereits eine Pressekonferenz statt.

Das Programm finden Sie hier: Programm (und Anmeldung).

  • Ort: Hochschule Merseburg, Gartenhaus (Eberhard-Leibnitz-Str. 2, Merseburg)
  • Zeit: 2. November 2017, 13:00 – 14:30 Uhr

Im Rahmen der Förderlinie „Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden in einer ersten Förderphase im Zeitraum von 2014 bis 2017 die Forschungsprofessur „Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung“ (besetzt mit Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß) und das Forschungsprojekt „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“ gefördert. Nach einer Evaluation der Projektergebnisse wurde vom Bundesministerium eine zweite Förderphase bewilligt, über die die Finanzierung der Forschungsprofessur und des angegliederten Forschungsprojekts bis 2020 gewährleistet wird.

Beim Publikums- und Pressegespräch am 2. November 2017 werden die Projektergebnisse der 1. Förderphase der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, zugleich wird ein erster Ausblick auf den weiteren Forschungsverlauf gegeben. Vertreterinnen und Vertreter der Presse und darüber hinaus alle weiteren Interessierten sind herzlich zur Projektpräsentation eingeladen. Sie findet von 13:00 bis 14:30 Uhr im Gartenhaus der Hochschule Merseburg statt.

Für Ihre Fragen und Interviews stehen Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Katja Krolzik-Matthei und Torsten Linke zur Verfügung. Vor Ort stellen Prof. Dr. Voß und Hr. Linke die Ergebnisse vor und stehen für Fragen und Interviews bereit.

Sehr gern weisen wir darauf hin, dass der nächste Durchgang des Masterstudiengangs „Sexologie – Sexuelle Gesundheit und Sexualberatung“ voraussichtlich im April 2018 startet. Es sind noch einige Plätze frei und Bewerbungen sind noch möglich. Eine Informationsveranstaltung zum kostenpflichtigen Weiterbildungs-Masterstudiengang findet am 29. September in Berlin statt. Dort gibt die Studiengangsleitung einen Überblick über den Studiengang und auch über mögliche Finanzierungsvarianten (eine Förderung mit bis zu 90 % ist möglich, abhängig vom Bundesland und weiteren Kriterien).

Informationsveranstaltung:
- Termin: 29. September 2017, 19.15 Uhr
- Ort: b-vocal GbR, Boxhagenerstrasse 18, 10245 Berlin
- Informationen zum Studiengang: hier
- Fragen richten Sie gern an Prof. Dr. Harald Stumpe, harald.stumpe@hs-merseburg.de

Der Studiengang "Sexologie" ist körperorientiert fokussiert: „Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens.“ (WHO) Für wirksame sexualpädagogische oder sexualtherapeutische Arbeit ist es erforderlich, dass sowohl psychische als auch physische Eigenschaften des jeweiligen Menschen im Blick sind, ebenso wie dessen Wertmaßstäbe. Das ist grundlegend für den Masterstudiengang "Sexologie", der zentral auf Komponenten des Sexocorporel-Konzeptes basiert. Der Tagesspiegel fasste die Ausrichtung des Studienganges prägnant zusammen: „Wie im Sport und in der Ernährung ist auch in der Sexualität eine gute Körperwahrnehmung zentral für das sexuelle Wohlbefinden […]. Dazu gehören Atmung sowie Anspannung und Entspannung von Muskeln. Im neuen Masterstudiengang lernen die Studierenden nebst der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über die eigene Reflexion und Bewegungs- und Atemübungen ihren eigenen Körper besser kennen.“ (Tagesspiegel, 14.9.2014) Der von der AHPGS akkreditierte Studiengang richtet sich somit stärker an Interessentinnen aus beraterischen und therapeutischen Berufen wie Fachkräfte aus Beratungsstellen, ÄrztInnen und PsychologInnen sowie freiberuflich beraterisch Tätige.

Wir haben uns entschieden, den größten Teil der Seminare in Berlin durchzuführen, um optimale Anreisemöglichkeiten für Studierende auch aus den Nachbarländern zu sichern. Alle prüfungsrelevanten Lehrveranstaltungen finden in der Hochschule in Merseburg statt.

Mithu Sanyal: Rape revisited
Warum wir über sexualisierte Gewalt sprechen, wie wir darüber sprechen

Die Silvesternacht 2015/16 in Köln, Pussy-Grabbing-Kommentare des amerikanischen Präsidenten, date rape… Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten, manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit. Doch trotz breiter medialer Berichterstattung gibt es bis jetzt keine umfassende, sachliche Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen.

Die Kulturwissenschaftlerin Mithu M. Sanyal schließt diese Lücke. Sie zeichnet nach, wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde und betrachtet in diesem Zusammenhang auch die Rolle, die Rassismus spielt. Von Augustinus bis #ichhabenichtangezeigt, über Foucault, feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung bis hin zu Transrechten geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann. Was heißt »Nein heißt nein«? Was heißt »ja heißt ja«? Und was bedeutet Konsens wirklich?

Mithu Sanyal wird über ihr aktuelles Buch „Vergewaltigung“, über die richtigen Worte und feministische Kontroversen sprechen.

Donnerstag | 21.09.2017 | 17:00 Uhr
Hochschule Merseburg | TAC-Theater am Campus
Eberhard-Leibnitz-Str. 2 | 06217 Merseburg
Faltblatt | Eintritt frei

Eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule Merseburg mit der
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

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