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In Sachsen-Anhalt wurde ein umfassender Aktionsplan zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt beschlossen.

In der Pressemitteilung der Landesregierung heißt es unter anderem: "Der Aktionsplan umfasst 30 Maßnahmen. Den Schwerpunkt bildet der Präventionsbereich. So sollen beispielsweise Konzepte zum Schutz vor Gewalt, insbesondere vor sexualisierter Gewalt, an allen rund 800 allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen und berufsbildenden Schulen des Landes etabliert werden. Ehrenamtliche wie etwa im Sport- und Feuerwehrbereich sollen dabei unterstützt werden, ebenfalls Schutzkonzepte zu entwickeln. Ein wichtiger Partner dabei ist das Ende 2025 gestartete Zentrum Kinderschutz. Es soll nicht nur Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe, sondern vor allem auch Ehrenamtlichen, die im Freizeitbereich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Hilfe anbieten und bei der Erarbeitung von Schutzkonzepten unterstützen."

Bemerkenswert ist die hohe interministerielle Ausrichtung und die große Bedeutung, die dem Thema Prävention zugestanden wird: "Die Staatskanzlei und alle Ministerien haben sich darauf verständigt, bei neuen oder zur Überarbeitung anstehenden Förderrichtlinien sowie Verträgen für Projekte und Vorhaben, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, zu prüfen, ob das Vorliegen eines Gewaltschutzkonzeptes als Regelungsinhalt aufgenommen werden kann. Auch wirbt der Aktionsplan dafür, dass alle Ausbildungsrahmenpläne und Curricula von Ausbildungs- und Studiengängen mit dem Berufsziel, später mit Kindern zu arbeiten, verbindliche Module zur Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen enthalten – etwa für Lehrkräfte, Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Eingliederungshilfe, im medizinischen Bereich sowie für die Polizei. Als eine profunde Grundlage werden die von der Hochschule Merseburg entwickelten Module für grundständige Lehramts-Studiengänge zu den Themen sexuelle Bildung und Prävention angesehen. Damit soll sichergestellt werden, dass neue Fachkräfte beim Berufsstart über Kenntnisse im Bereich Missbrauchsprävention verfügen. Aktuell sind vielfach nachträgliche Schulungen erforderlich." (Volltext hier)

Mit Inhalt der Pressedarstellung sind aktuelle Befunde zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Aus den Daten gehen Erfolge durch die stärkere gesellschaftliche Thematisierung hervor - gleichzeitig weitere deutliche Herausforderungen. Gerade im Hinblick auf Jugendliche wird bislang nur ein geringer Teil von Delikten der Polizei und Justiz bekannt. Einen Überblick über die Daten gibt es hier; der Landesaktionsplan selbst findet sich hier.

Die Ringvorlesung "Sexualität und Soziale Arbeit" geht ab Oktober 2026 in die sechste Runde! Sie bietet aktuelle Forschungsergebnisse, die praxisorientiert vorgestellt werden. Zudem ermöglicht sie Austausch und Diskussion. Dieses Mal sind die folgenden Veranstaltungen vorgesehen:

  • 26.10.2026 Cindy Ballaschk „Wie sexuelle Bildung Heteronormativität reproduziert: Eine Analyse sexualpädagogischer Bildungsmaterialien und Lehrpraxis“ (Infos zum Buch)
  • 09.11.2026 (Beginn ausnahmsweise 18:30 Uhr!) Philipp Stang „Vom Befund zur Selbstbestimmung. Der Paradigmenwechsel in der psychotherapeutischen Begleitung transgeschlechtlicher Menschen“ (Infos zum Buch)
  • 23.11.2026 Judith von der Heyde „Sich schämende Körper als sich bildende Körper?! Überlegungen zu Bildung, Sexualität und Scham“
  • 07.12.2026 Claudia Steckelberg „LSBTIQ+ und Wohnungslosigkeit - intersektionale Perspektiven auf queere Erfahrungen“
  • 11.01.2027 Sexualwissenschaftliche Nachwuchsforschung: Julian Abay  „Transformative justice in der Beratungspraxis: Ein Vergleich zwischen Deutschland und Kanada zum Umgang mit der Verschränkung von sexualisierter Gewalt und Queerfeindlichkeit gegenüber queeren Kindern und Jugendlichen“ / Lux Homfeldt „Trans*, inter* und nicht-binäre Menschen im Frauenschutzhaus? Eine qualitative Studie zu Perspektiven von Fachkräften aus Frauenschutzhäusern und queeren Beratungsstellen auf geschlechtliche Vielfalt“ / Justus Hoch „Klassismus in der Sexualpädagogik: Eine qualitative Untersuchung von Wahrnehmungen und Strategien sexualpädagogischer Fachkräfte im Umgang mit einer (oft) vergessenen Diskriminierungsform“
  • 25.01.2027 Hans Goerdten „Erfahrungen sexueller Gewalt in den Biografien schwuler und bisexueller Männer - Empirische Einblicke aus einem laufenden Promotionsprojekt“
  • 08.02.2027 Eva Kubitza „‚Der KI fehlt die Erfahrung. Oder mir fehlt die Erfahrung mit KI.‘ Perspektiven von Beratungsfachkräften auf den Einsatz generativer KI in der Schwangerschaftskonfliktberatung“

Die Veranstaltungen finden digital statt (ZOOM-Link siehe in der PDF-Datei unten). Sie starten jeweils um 18:00 Uhr und enden um 19:30 Uhr (Ausnahme am 9.11.2026). Es handelt sich um eine Kooperation der sexualwissenschaftlichen Schwerpunkte der Hochschulen: Alice Salomon Hochschule Berlin, Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, Frankfurt University of Applied Sciences, Hochschule Fulda, Hochschule Kiel, Hochschule Merseburg, Medical School Hamburg, Pädagogische Hochschule Freiburg. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die Übersicht der Vorträge der früheren Ringvorlesungen finden sich hier: 2025/26, 2024/25, 2023/24, 2022/23, 2021/22.

Die "DemokRADtour" startet in wenigen Tagen Sie führt mit 30 Stationen durch die Bundesländer Mecklenburg-Vorporpommern und Sachsen-Anhalt, in denen in Kürze Landtagswahlen stattfinden. Wer (auch nur für eine oder zwei Stationen) mitfahren möchte, ist willkommen; zugleich braucht es noch Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit - gerade rege für Social Media. Wer die Veranstalter*innen unterstützen möchte (und auch sonst), findet Informationen hier: https://ostdeutschland.de/startseite.html .

Die 23. Station endet am 29. August an der Hochschule Merseburg. Als Abendveranstaltung ist hier eine Veranstaltung zu Wissenschaft und zu Studierendenvertretungen vorgesehen. Informationen dazu gibts hier: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/veranstaltungen/details/veranstaltung/bedrohte-wissenschaft-bedrohte-studierendenschaft-veranstaltung-im-rahmen-der-demokradtour-am-29-august-2026-in-merseburg/ . Auch hier seid ihr und sind Sie herzlich willkommen.

Am Samstag (1. August) findet der CSD Burgenlandkreis in Naumburg statt. Start ist um 12 Uhr am Marktplatz in Naumburg, wo auch zahlreiche Stände und ein Programm warten. Mit dabei ist auch die Hochschule Merseburg mit Studieninformation. Um 13 Uhr startet die Demonstration.

Informationen zum CSD in Naumburg finden sich hier.

Hier sind die Infos der Hochschule Merseburg.

Teilt gern die Infos! Und kommt gern vorbei, wenn ihr Lust habt und für Vielfalt und gesellschaftliche Offenheit eintreten wollt!

Am 14. September 2026 startet in Leipzig der nächste Durchgang der Fortbildung Systemische Männerberatung. Noch ist die Anmeldung möglich - es ist die Möglichkeit, sich zum*zur versierten Männerberater*in fortbilden zu lassen!

Viele Männer kommen spät in Beratung. Manche erst dann, wenn die Krise schon sehr groß ist. Andere finden gar nicht erst den Zugang, weil sie gelernt haben, vieles mit sich allein auszumachen. Genau hier braucht es Fachkräfte, die Männer in ihrer Lebensrealität ernst nehmen, ohne alte Rollenbilder zu bestätigen. Die Fortbildung richtet sich an Menschen aus Beratung, Therapie, Pädagogik, Sozialer Arbeit und angrenzenden Berufsfeldern – ausdrücklich auch an Frauen, die in ihrer Arbeit Männer beraten und begleiten. Ausführliche Infos und Anmeldung: hier; darüber hinaus gibt es hier ein Handbuch und hier einen Podcast zur Männerberatung-Fortbildung!

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat die Rahmenvereinbarung mit dem Jugendnetzwerk Lambda e.V. zum Jahresende gekündigt.

Lambda ist seit 1990 die bundesweite Selbstorganisationen queerer junger Menschen, mit vielfältigen Aktivitäten in den Bundesländern und den Regionen. Durch eine Beendigung der Förderung würde ein weitreichender Schade entstehen und würden jungen queere Menschen gerade in der Fläche - aber auch in vielen Städten - nicht mehr die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Daher braucht Lambda Unterstützung!

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich jetzt als Einzelperson oder als Institution einzusetzen. Mehr Informationen dazu finden sich auf der Homepage von Lambda, konkret hier.

Die Fragen von geschlechtlicher, sexueller und reproduktiver Selbstbestimmung geraten zunehmend unter Beschuss rechter und rechtsextremer Akteure. Derzeit ist der wichtige Verband pro familia Anfeindungen ausgesetzt - und geht sehr proaktiv um.

Am 9. Juli ab 17:00 Uhr sprechen wir an der Hochschule Merseburg zu: Schwangerschaftsberatung in Sachsen-Anhalt unter Beschuss - Im Gespräch mit pro familia Sachsen-Anhalt

Schwangerschaftsberatungsstellen leisten in Deutschland unverzichtbare Arbeit. In Sachsen-Anhalt erleben Akteur*innen und Träger der Beratungspraxis aktuell herausfordernde Zeiten und werden auch schon mal Ziel fachpolitischer Angriffe. 
Im Gespräch mit Vertreterinnen des Landesverbandes von pro familia Sachsen-Anhalt wird ein Blick auf die Arbeitsschwerpunkte, Veränderungen und aktuelle Herausforderungen rundum die Stärkung von Familien, Aufklärung und Wissenserweiterung zu Liebe, Sexualität und Familienplanung sowie der sexuellen und reproduktiven Selbstbestimmung gelegt.

Analog: Hochschule Merseburg, Fernsehstudio im Hauptgebäude, Raum F/3/14
Digital: https://youtube.com/live/mWygn7FLkhk?feature=share

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Infos hier: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/veranstaltungen/details/veranstaltung/schwangerschaftsberatung-in-sachsen-anhalt-unter-beschuss-im-gespraech-mit-pro-familia-sachsen-anhalt/ .

Hier könnt ihr euch und können Sie sich die kürzlichen Veranstaltungen ansehen:

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen - also gern weiterleiten.

Sehr gern weisen wir auf die Veranstaltung mit Aleander Hahne am 4. Juni hin: "Sexualberatung mit trans und nicht-binären Menschen". Alexander Hahne hat gemeinsam mit Jana Haskamp einen wunderbaren Band zur Sexualberatung herausgegeben. Das Buch wird am 4. Juni vorgestellt und es schließt sich ein Gespräch an. Die Veranstaltung ist sowohl analog als auch diglital - Livestream - zugänglich; zugleich wird sie über das Bürgerfernsehen ausgestrahlt (Offener Kanal Merseburg-Querfurt).

Ausführliche Informationen finden sich hier: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/veranstaltungen/details/veranstaltung/zwischen-selbstverstaendlichkeit-und-verbesonderung-einblicke-in-die-sexualberatung-mit-trans-und-nicht-binaeren-menschen/ . Informationen zum Buch gibt es hier: https://psychosozial-verlag.de/programm/2000/2130/3365-detail .

Sachsen-Anhalt ist ein l(i)ebenswerter Ort und lebt traditionell von internationalem Austausch und der Vielfalt seiner Menschen. Die Pädagogik an der Universität Halle gründet auf internationalem und interkulturellem Austausch; die Indologie, Arabistik und Judaistik in Halle setzt international Maßstäbe. Aber selbst die Gründung der wissenschaftlichen Disziplin Chemie fand hier in der Region statt - in Anschluss an arabische Quellen. Hiervon profitiert Merseburg und die Chemie-Region bis heute. Die Hochschule Merseburg ist sich der internationalen Tradition bewusst und feiert vielfalt. So lädt sie für den 19. Mai ein, Vielfalt zu feiern:

"Am Dienstag, 19. Mai 2026 setzt die Hochschule Merseburg im Rahmen des deutschlandweiten Diversity-Tages ein Zeichen für Vielfalt, Wertschätzung und respektvolles Miteinander und lädt unter dem Motto „Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle.“ Studierende, Mitarbeitende sowie interessierte Gäste zu einem besonderen Programm rund um das Thema Diversität ein. Die feierliche Unterzeichnung der Charta der Vielfalt bildet den Mittelpunkt der Veranstaltung. Mit diesem Schritt unterstreicht die Hochschule ihr Engagement für ein Umfeld, in dem alle Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung oder sozialem Hintergrund respektiert und wertgeschätzt werden. Die Vorbereitungen für die Unterzeichnung laufen auf Hochtouren."

Ausführlicher hier. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!