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Geschichte des Instituts und der Merseburger Sexualwissenschaft

Geschichte

In den ersten Jahren seiner Existenz lag der Schwerpunkt der Arbeit des Instituts auf der Konzipierung und Durchführung innovativer sexualpädagogischer Praxisprojekte sowie auf Fort- und Weiterbildung. Zwischen 1997 und 2008 wurden in über 400 Veranstaltungen rund 8.000 Kinder und Jugendliche erreicht. Im gleichen Zeitraum wurden rund 110 sexualpädagogische Fortbildungen mit ca. 1.800 Teilnehmer_innen durchgeführt.

Mit dem Start des konsekutiven Masterstudienganges „Angewandte Sexualwissenschaft“ im Jahr 2009 konzentriert sich die Arbeit des Instituts auf die Forschung. Ziel der Institutsaktivitäten ist es, eine forschungsbasierte Lehre zu ermöglichen, d.h. möglichst viele Master-Studierende in Forschungsaktivitäten einzubinden. Gleichwohl sollen künftige Forschungen weiterhin in starkem Maße praxisorientiert bleiben i.S. wissenschaftlicher Begleitung.


Meilensteine in der Geschichte des IFAS an der Hochschule Merseburg
1997: gegründet als Sexualpädagogisches Zentrum Merseburg
1999: Ausgezeichnung mit dem Forschungs- und Innovationspreis der Hochschule Merseburg
2001: Gründung des Förderverein Sexualpädagogisches Zentrum Merseburg e.V.
2004: Antrag und Anerkennung als An-Institut der Hochschule
2010: Umbenennung in Institut für Angewandte Sexualwissenschaft

Forschungs-, Praxis- und Fortbildungsprojekte
1996/1999: Modellprojekt Sexualpädagogische Weiterbildung in Kooperation mit der BZgA und dem Bundesverband der pro familia
1996/2000: virtuelle sexualpädagogische Beratungsstelle „Love Space“
1998/2001: Qualitative Teilstudie im Rahmen der Studien „frauen leben“ der BZgA
2000: Implementierung des Bundesmodellprojekts „Love Talks“ (BZgA, Österreichisches Institut für Familienforschung)
2000: Implementierung des Bundesmodellprojekts „Love Tour“ (BZgA, Generalsekretariat des DRK)
2001/2008: Projekt Sexualpädagogische Basisprojekte in Sachsen-Anhalt (Ministerium für Soziales Sachsen-Anhalt, Landesjugendamt)
2001/2011: Berufsbegleitendes Integriertes Studienangebot Sexualpädagogik und Familienplanung/ Master Sexualpädagogik und Familienplanung (sechs Kurse zu je 5 Semestern)
2004/2006: Wiss. Begleitung des Familienbildungsprogramm „ELAN“ (Landesverband Sachsen-Anhalt des DRK)
2005/2007: Wiss. Begleitung des Modellprojekts „Berufliche Erstausbildung für Alleinerziehende“ (EU-Projekt)
2005/2007: Beteiligung an Studie „Teenagerschwangerschaften - Hilfebedarfe und  Beratungsangebote für junge Mütter“ (BZgA, HS Mittweida)
2008: Expertise „Handlungsbedarfe bei Schwangerschaftskonflikten“ (BZgA)
2010: Mitarbeit an der Standortbestimmung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zu „Schwangerschaftsberatung und Frühe Hilfen“ (BZgA, BAG Träger Schwangerschaftsberatung)

Fachtagungen
1997: Sexualpädagogik und Sexualwissenschaft - Bestandsaufnahme und Perspektiven für Sexualpädagogische Qualifizierungsmaßnahmen (Uni Kiel, ISP Dortmund, GSW, BZgA)
2003: Sexualpädagogik und Familienplanung
2004: Minderjährige Schwangere – minderjährige Mütter. Ungewollte Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch bei Teenagern
2005: Sexualität und Behinderung
2006: Von Verliebtheit, Treuebruch und Kuckuckskindern – Soziobiologische und evolutionspsychologische Aspekte der Sexualität
2008: Am Netz oder im Netz? Jugendsexualität und neue Medien
2010: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. Nationale und internationale Perspektiven