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Mitarbeiter_innen

Mit­ar­bei­ter­_in­nen

 


Prof. Dr. phil. Ul­ri­ke BuschProf. Dr. phil. Ulrike Busch

Pro­fes­so­r_in für Fa­mi­li­en­pla­nung

 

 

 

Ul­ri­ke Busch stu­dier­te Phi­lo­so­phie an der Karl-Marx-Uni­ver­si­tät Leip­zig, pro­mo­vier­te auf dem Ge­biet der Ethik, und ar­bei­te­te an der Aka­de­mie für Ärzt­liche Fort­bil­dung der DDR auf dem Ge­biet der Ethik in der Me­di­zin. Be­rei­ts in die­sem Kon­text setz­te sie sich u.a. mit den be­son­de­ren Aspek­ten von Er­wach­se­nen­bil­dung sowie pro­fes­sio­nel­ler be­ruf­li­cher Hal­tung aus­ein­an­der.

Nach der po­li­ti­schen Wen­de bau­te sie eh­ren­amt­lich das Fa­mi­li­en­pla­nungs­zen­trum Ber­lin auf, wirk­te an der Eta­blie­rung von pro fa­mi­lia in den neu­en Bun­des­län­dern mit, und war 7 Jah­re Mit­glied des Bun­des­vor­stan­des von pro fa­mi­lia. Nach be­ra­te­risch-the­ra­peu­ti­schen Zu­satz­aus­bil­dun­gen ar­bei­te­te sie zu­nächst haupt­be­ruf­lich in ei­ner Be­ra­tungs­stel­le von pro fa­mi­lia in Bran­den­burg, da­nach bis 2003 als fach­li­che Lei­te­r_in und Be­ra­te­r_in des Fa­mi­li­en­pla­nungs­zen­trums Berlin. Ih­re Kom­pe­ten­zen brach­te sie als Do­zent_in in Fort­bil­dun­gen des pro fa­mi­lia-Bun­des­ver­ban­des und an­de­rer Trä­ger ein. Im Rah­men der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft und in Ko­ope­ra­tion mit der Deut­schen Ge­sell­schaft für Se­xu­al­for­schung wir­kte sie an der Eta­blie­rung ei­ner Fort­bil­dung für Ärzt­_in­nen und an­de­re Pro­fes­sio­nel­le zu se­xuo­lo­gi­schen Ba­sis­kom­pe­ten­zen mit und war in zwei Durch­gän­gen die­ser Fort­bil­dung zu­gleich als Do­zent_in tä­tig.

2003 wur­de sie an die Hoch­schu­le Mer­se­burg als Pro­fes­so­r_in für Fa­mi­li­en­pla­nung mit dem Schwer­punkt Be­ra­tung im Kon­text von Fra­gen der Part­ner­schaft, Fa­mi­li­en­pla­nung und Se­xu­ali­tät be­ru­fen (hal­be Pro­fes­sur). Sie wir­kte an der Schwer­punkt­aus­bil­dung Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung im Rah­men des Di­plom- und spä­ter Ba­che­lor­stu­di­en­gan­ges So­zi­al­ar­beit / So­zi­al­päd­ago­gik mit. Ge­mein­sam mit Ha­rald Stum­pe und Kon­rad Wel­ler ent­wickel­te sie den ein­zi­gen se­xu­al­wis­sen­schaft­li­chen Wei­ter­bil­dungs­mas­ter­stu­di­en­gang Deutsch­lands „Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung”, ab Win­ter­se­mes­ter 2009/2010 als kon­se­ku­tiver Mas­ter­stu­di­en­gang „An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft – Bil­dung und Be­ra­tung im Kon­text von Fa­mi­li­en­pla­nung, Part­ner­schaft und Se­xu­ali­tät” (eben­falls deutsch­land­weit ein­malig) ein­ge­führt.


Michaela Katzer

Projektmitarbeiter_in

Fachärzt_in für Urologie

Mail michaela.katzer@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 12 00
Fax 03461 / 46 22 05

Michaela Katzer stu­dier­te Hu­man­me­di­zin an der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, ar­bei­te­te in ver­schie­de­nen Kli­ni­ken, un­ter an­de­rem am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Hal­le. In die­sem Kon­text ver­sorg­te sie auch trans­se­xu­el­le und in­ter­se­xu­el­le Pa­ti­ent­_in­nen. Nach der Fach­arzt­prü­fung setz­te sie ih­re Tä­tig­keit im Rücken­mark­zen­trum der Be­rufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Kli­ni­ken Berg­manns­trost in Hal­le fort, wo sie sich un­ter an­de­rem um Se­xu­ali­tät und Fort­pflan­zung von Men­schen mit Be­hin­de­rung küm­mer­te.

Als Wei­ter­bil­dungs­as­sis­tent_in und als Fach­ärzt_in war sie auch am Stu­dent­_in­nen­un­ter­richt be­tei­ligt, da­bei er­mu­tig­te sie den ärzt­li­chen Nach­wuchs, Sicht­wei­sen und Um­gang mit Pa­ti­ent­_in­nen an de­ren Be­dürf­nis­sen und Res­sour­cen zu orien­tie­ren, ver­meint­li­che Nor­men in Fra­ge zu stel­len, und Pa­tho­lo­gi­sie­run­gen zu ver­mei­den.

In ver­schie­de­nen Rah­men hielt sie Vor­trä­ge und Work­shops für Laien­pu­bli­kum bzw. Pa­ti­ent­_in­nen, da sie das Wis­sen um me­di­zi­ni­sche Zu­sam­men­hän­ge und Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten als wich­ti­ge Vor­aus­set­zung er­ach­tet, um mün­dig über den ei­ge­nen Kör­per ent­schei­den zu kön­nen.

Am Lehr- und For­schungs­be­reich An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft ist sie an der Hoch­schu­le Mer­se­burg als Pro­jekt­mit­ar­bei­te­r_in be­schäf­tigt. Die Tä­tig­keit er­folgt im For­schungs­pro­jekt „Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung”, ge­för­dert im Rah­men der Richt­li­nie des BMBF zur För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben im Zu­sam­men­hang mit se­xu­el­ler Ge­walt ge­gen Kin­der und Ju­gend­li­che in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten.

 


Katja Krolzik-Matthei, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiter_in

Sexual­wis­sen­schaft­ler_in, M.A.
Diplom-Sozial­päd­ago­g_in/Sozial­ar­bei­ter_in

Vor­sit­zen­de_r der „För­der­ge­mein­schaft Se­xu­al­päd­ago­gi­sches Zen­trum Mer­se­burg e.V.”

Mail katja.krolzik-matthei@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 22 18
Fax 03461 / 46 22 05

Katja Krolzik-Matthei stu­dier­te in Mer­se­burg und Je­na So­zi­ale Ar­beit. Die Be­fas­sung mit dem Schwer­punkt „Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung” be­gann in Mer­se­burg und setz­te sich auch in Je­na im Rah­men der Di­plom­ar­beit fort.

Als Di­plom-So­zi­al­päd­agog_in ar­bei­te­te sie von 2008 – 2011 als Pro­jekt­lei­te­r_in bei MO­NA­liesA e.V. (Leip­zig) in der fe­mi­ni­sti­schen Mäd­chen­ar­beit. Dort er­wei­ter­te sie ihr The­men­spek­trum um Fra­gen ge­schlech­ter­sen­sib­ler/-re­flek­tier­ter Päd­ago­gik und um Frau­en- und Ge­schlech­ter­for­schung.

2010 be­gann sie mit dem Mas­ter­stu­dium An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaf­ten an der Hoch­schu­le Mer­se­burg. Im Zu­ge des Stu­diums er­hob sie ge­mein­sam mit zwei Kom­mi­li­ton­_in­nen Hin­ter­grün­de zur Se­xu­al­kul­tur an Schu­len. Bei der Durch­füh­rung von PART­NER IV war sie als For­schungs­ko­or­di­na­to­r_in für die Ver­net­zung mit den Schu­len ver­ant­wort­lich so­wie an der Aus­wer­tung der Er­geb­nis­se be­tei­ligt.

Zeit­gleich zum Mas­ter­stu­dium leg­te Kat­ja Krol­zik-Mat­thei als Pro­jekt­lei­te­r_in der Ko­or­di­nie­rungs­stel­le für se­xu­al­päd­ago­gi­sche An­ge­bo­te für Men­schen mit Be­hin­de­rung (pro fa­mi­lia Sach­sen e.V.) die Grund­stei­ne für ein sach­sen­weit ein­ma­li­ges An­ge­bot.

Die The­men­schwer­punk­te von Kat­ja Krol­zik-Mat­thei sind Se­xu­el­le Bil­dung, Ju­gend­se­xu­ali­tät, ge­schlechts­spe­zi­fi­sche So­zi­ali­sa­tion und Päd­ago­gik so­wie se­xu­el­le und re­pro­duk­ti­ve Selbst­be­stim­mung.

Am Lehr- und For­schungs­be­reich An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft ist sie an der Hoch­schu­le Mer­se­burg als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­r_in be­schäf­tigt. Die Tä­tig­keit er­folgt im For­schungs­pro­jekt „Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung”, ge­för­dert im Rah­men der Richt­li­nie des BMBF zur För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben im Zu­sam­men­hang mit se­xu­el­ler Ge­walt ge­gen Kin­der und Ju­gend­li­che in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten.

 


Torsten Linke, M.A.

Wissen­schaftliche Mitarbeiter_in

Master of Arts Angewandte Sexualwissenschaft
Diplom-Sozialarbeiter_in/-pädagog_in

Schatz­meister_in der „För­der­ge­mein­schaft Se­xu­al­päd­ago­gi­sches Zen­trum Mer­se­burg e.V.”

Mail torsten.linke@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 23 74
Fax 03461 / 46 22 05

Tors­ten Lin­ke stu­dier­te So­ziale Ar­beit und Sexu­al­wis­sen­schaft in Mer­se­burg.

Torsten Linke arbeitete in verschiedenen Be­rei­chen der So­zialen Ar­beit. In seiner letzten Praxistätigkeit war er Teamleiter in den ambulanten Hilfen zur Erziehung (2008 bis 2014) und absolvierte während dieser Zeit das Studium der Sexualwissenschaft. Von 2014 bis 2016 war er als Lehr­kraft für be­son­de­re Auf­gaben für Kul­tur- und So­zial­ar­beit mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen an der Hoch­schu­le Mer­se­burg tä­tig. Seit 2016 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hoch­schu­le Mer­se­burg im For­schungs­pro­jekt „Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung”, ge­för­dert im Rah­men der Richt­li­nie des BMBF zur För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben im Zu­sam­men­hang mit se­xu­el­ler Ge­walt ge­gen Kin­der und Ju­gend­li­che in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten, beschäftigt.

Tor­sten Lin­ke ist seit 2015 Dok­to­rand_in an der Uni­ver­si­tät Kas­sel. Das Pro­mo­tions­projekt wird als kooperatives Promotionsverfahren mit der Hoch­schu­le Mer­se­burg durch­ge­führt. Tors­ten Lin­ke ar­bei­tet und forscht in sei­ner Dis­ser­ta­tion zum The­ma der Sexu­el­len Bil­dung in der Kin­der- und Ju­gend­hil­fe.


Prof. Dr. med. Harald StumpeProf. Dr. med. Harald Stumpe

Professor_in für Sozial­medizin / Sexual­wissen­schaft

ehemalige Dekan_in des Fachbereichs SMK

Mail           harald.stumpe@hs-merseburg.de
Homepage www.harald-stumpe.de

Ha­rald Stum­pe stu­dier­te Hu­man­me­di­zin an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Je­na und pro­mo­vier­te. Schon als jun­ge_r As­sis­tenz­arzt setz­te er sich für die Se­xu­al­er­zie­hung in vie­len Je­na­er Schu­len ein und führ­te hun­der­te von Ver­an­stal­tun­gen für Schü­ler­_in­nen und El­tern durch. Da­bei ge­wann er auch Me­di­zin­stu­dent­_in­nen im Rah­men sei­ner wis­sen­schaft­li­chen Tä­tig­keit am In­sti­tut für So­zi­al­hy­gi­ene der Uni­ver­si­tät und bil­de­te die­se für die Se­xu­al­auf­klä­rung aus.

Nach der po­li­ti­schen Wen­de bau­te er den Lan­des­ver­band der pro fa­mi­lia e.V. in Thü­rin­gen auf und war dort 10 Jah­re lang eh­ren­amt­li­cher Vor­sit­zen­der. Haupt­be­ruf­lich lei­te­te er bis 1993 die Mo­bi­le AIDS-Prä­ven­tion Thü­rin­gen und ver­an­stal­te­te se­xu­al­päd­ago­gi­sche Fort­bil­dun­gen für ver­schie­de­ne Mul­ti­pli­ka­to­ren­grup­pen mit sei­nem Team in ganz Thü­rin­gen.

1993 wur­de er an die Hoch­schu­le Mer­se­burg als Pro­fes­sor_in für So­zi­al­me­di­zin / Se­xu­al­wis­sen­schaft be­ru­fen. Dort be­grün­de­te er 1993 ei­ne Schwer­punkt­aus­bil­dung Se­xu­al­päd­ago­gik im Rah­men des Di­plom­stu­di­en­gan­ges So­zi­al­ar­beit / So­zi­al­päd­ago­gik. Ge­mein­sam mit Ul­ri­ke Busch und Kon­rad Wel­ler ent­wickel­te er den ein­zi­gen se­xu­al­wis­sen­schaft­li­chen Wei­ter­bil­dungs­mas­ter­stu­di­en­gang Deutsch­lands „Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung”. Ab Win­ter­se­mes­ter 2009/2010 wurde un­ter sei­ner Lei­tung der neue kon­se­ku­ti­ve Mas­ter­stu­di­en­gang „An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft – Bil­dung und Be­ra­tung im Kon­text von Fa­mi­li­en­pla­nung, Part­ner­schaft und Se­xu­ali­tät” (eben­falls deutsch­land­weit ein­malig) ein­ge­führt.

Harald Stumpe war über viele Jahre u. a. als 2. Vor­sit­zen­der der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft Leiptig e.V. und Vor­sit­zen­der der För­der­ge­mein­schaft Se­xu­al­päd­ago­gi­sches Zen­trum Mer­se­burg (Trä­ger­ver­ein des An-In­sti­tu­tes An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft IFAS) ehrenamtlich tätig.


Prof. Dr. phil. Kon­rad Wel­lerProf. Dr. phil. Konrad Weller

Pro­fes­sor_in für Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie / Se­xu­al­wis­sen­schaft

Leiter des Master­studien­ganges Ange­wandte Sexual­wissen­schaft

Mail konrad.weller@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 22 46
Fax 03461 / 46 22 05

Kon­rad Wel­ler stu­dier­te Psy­cho­lo­gie an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Je­na und forsch­te und pro­mo­vier­te da­nach am Zen­tral­in­sti­tut für Ju­gend­for­schung in Leip­zig. Im Rah­men der Ju­gend­for­schung spe­zi­ali­sier­te er sich auf em­pi­ri­sche Se­xu­al­for­schung und die Um­set­zung der For­schungs­er­geb­nis­se in se­xu­al­päd­ago­gi­sche Pra­xis.

Nach 1990 setz­te er die­se For­schun­gen in der For­schungs­stel­le der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft in ei­ge­nen Pro­jek­ten und in Ko­ope­ra­tion mit Fach­kol­le­gen fort (Uni Bie­le­feld, Abt. für Se­xu­al­for­schung Ham­burg). Im Rah­men ei­ner mehr­jäh­ri­gen Tä­tig­keit als psy­cho­lo­gi­sche_r Be­ra­ter in ei­ner In­te­grier­ten Fa­mi­li­en­be­ra­tungs­stel­le der pro fa­mi­lia in Er­furt qua­li­fi­zier­te er sich zum ana­ly­ti­schen Paar- und Se­xu­al­be­ra­ter und en­ga­gier­te sich beim Auf­bau der psy­cho­so­zi­alen Be­ra­tungs­land­schaft in den neu­en Bun­des­län­dern. Er sam­mel­te u.a. Er­fah­run­gen in se­xu­al­päd­ago­gi­scher Grup­pen­ar­beit und in der am­bu­lan­ten Ar­beit mit Se­xu­al­tä­ter­_in­nen. Er be­tei­lig­te sich ak­tiv an der Schaf­fung von Struk­tu­ren bzw. Netz­wer­ken, in de­nen sys­te­misch mit al­len be­tei­lig­ten Per­so­nen im Kon­text se­xu­el­ler Ge­walt ge­ar­bei­tet wird. Zu­gleich er­wei­ter­te er sein For­schungs­spek­trum durch die wis­sen­schaft­li­che Be­glei­tung des Bun­des­mo­dell­pro­jekts In­te­grier­te Be­ra­tungs­stel­le.

Kon­rad Wel­ler war 1990 Mit­be­grün­der der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft und lang­jäh­rig Mit­glied des ge­schäfts­füh­ren­den Vor­stands. Als Re­dak­teur des pro fa­mi­lia ma­ga­zin, der ein­zi­gen deutsch­spra­chi­gen Fach­zeit­schrift für Se­xu­al­päd­ago­gik, Fa­mi­li­en­pla­nung und Se­xu­al­be­ra­tung, en­ga­gi­er­te er sich für die fach­li­che und struk­tu­rel­le Ent­wick­lung der Se­xu­al­päd­ago­gik in Deutsch­land. Er ist Mit­grün­der der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­päd­ago­gik, Mit­glied in der Deut­schen Ge­sell­schaft für Se­xu­al­for­schung und dort tä­tig im wis­sen­schaft­li­chen Bei­rat der Zeit­schrift für Se­xu­al­for­schung.

1995 wur­de Kon­rad Wel­ler an die Hoch­schu­le Mer­se­burg be­ru­fen. Dort lehrt er in den Ba­che­lor­stu­di­en­gän­gen der So­zia­len Ar­beit so­wie der Kul­tur- und Me­di­en­päd­ago­gik Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie und Me­di­en­psy­cho­lo­gie. Ge­mein­sam mit den Ha­rald Stum­pe und Ul­ri­ke Busch pro­fi­lier­te er die se­xu­al­päd­ago­gi­sche Schwer­punkt­aus­bil­dung von So­zi­al­päd­agog­_in­nen, ent­wickel­te ver­schie­de­ne se­xuo­lo­gi­sche Fort- und Wei­ter­bil­dungs­for­ma­te und schließ­lich das Cur­ri­cu­lum des kon­se­ku­ti­ven Mas­ter-Stu­di­en­gan­ges „An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft. Bil­dung und Be­ra­tung im Kon­text von Se­xu­ali­tät, Part­ner­schaft und Fa­mi­li­en­pla­nung”, der seit 2009 durch­ge­führt wird. Wel­lers Schwer­punk­te in die­sem Stu­di­en­gang sind So­zio­lo­gie und Psy­cho­lo­gie der Se­xu­ali­tät, em­pi­ri­sche Se­xu­al­for­schung, Se­xu­al­be­ra­tung, Se­xu­ali­tät und Me­di­en, Se­xu­ali­tät und Ge­walt. Der Kin­der- und Ju­gend­schutz spielt in den letzt­ge­nann­ten Be­rei­chen ei­ne zu­neh­men­de Rol­le.


Prof. Dr. phil. Heinz-Jürgen VoßProf. Dr. phil. Heinz-Jürgen Voß

For­schungs­pro­fes­sur für Se­xu­al­wis­sen­schaft und se­xu­el­le Bil­dung

Di­plom-Bio­log­_in

Lei­ter_in des In­sti­tu­tes für An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft

Mail           heinz-juergen.voss@hs-merseburg.de
Homepage http://www.heinzjuergenvoss.de
Tel            03461 / 46 22 08
Fax           03461 / 46 22 05

Heinz-Jür­gen Voß stu­dier­te Di­plom-Bio­lo­gie an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den und der Uni­ver­si­tät Leip­zig. Nach ei­ner in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Wei­ter­bil­dung in den Fach­be­rei­chen Phi­lo­so­phie, So­zial­po­li­tik und Ge­schlech­ter­for­schung an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen wur­de er 2010 mit der Ar­beit Ge­schlech­ter­de­kon­struk­tion aus bio­lo­gisch-me­di­zi­ni­scher Per­spek­ti­ve an der Uni­ver­si­tät Bre­men pro­mo­viert. Die Dis­ser­ta­tion er­schien un­ter dem Ti­tel Ma­king Sex Re­vi­si­ted: De­kon­struk­tion des Ge­schlechts aus bio­lo­gisch-me­di­zi­ni­scher Per­spek­ti­ve und wur­de 2011 mit der vom Aus­wär­ti­gen Amt, dem Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels, der Fritz-Thys­sen-Stif­tung und der VG Wort ver­ge­be­nen Über­set­zungs­för­de­rung „Geis­tes­wis­sen­schaf­ten in­ter­na­tio­nal” aus­ge­zeich­net.

Seit 2007 war Voß Lehr­be­auf­trag­te_r an ver­schie­de­nen Uni­ver­si­tä­ten im ge­sam­ten Bun­des­ge­biet (in den Fach­be­rei­chen Bio­lo­gie, So­zi­al­wis­sen­schaf­ten, Ge­schlech­ter­for­schung, Me­di­zin). Nach ei­ner An­stel­lung beim les­Bi­Schwu­len In­fo­la­den Knack­punkt in Han­nover, mit Schwer­punkt­auf­ga­ben in den Be­rei­chen Kon­zep­tion von Be­ra­tungs­ma­te­ri­ali­en und Be­ra­tung, meh­re­ren Buch­pro­jek­ten und wis­sen­schaft­li­chen Sta­tio­nen in Hal­le (In­sti­tut für Ge­schich­te und Ethik der Me­di­zin der Me­di­zi­ni­schen Fa­kul­tät an der Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg) und Frank­furt/Oder (am LS Sprach­wis­sen­schaft und the­ra­peu­ti­sche Kom­mu­ni­ka­tion, Eu­ro­pa Uni­ver­si­tät Via­dri­na; For­schungs­pro­jekt Se­xu­ali­tät und ‚Gen­der‘ als Be­griffs­kul­tu­ren in der Bio­lo­gie) nahm er 2014 den Ruf auf die For­schungs­pro­fes­sur Se­xu­al­wis­sen­schaft und se­xu­el­le Bil­dung am In­sti­tut für An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft des Fach­be­reichs So­zi­ale Ar­beit. Me­di­en. Kul­tur an der Hoch­schu­le Mer­se­burg an. Die Pro­fes­sur ist Teil des res­sour­cen­ori­en­tier­ten se­xu­al­wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­pro­jekts Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung der Hoch­schu­le, das im Rah­men der BMBF-För­der­li­nie Se­xu­ali­sier­te Ge­walt in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten ge­för­dert wird.

Ne­ben den Schwer­punkt­for­schun­gen zur Vor­beu­gung von Grenz­ver­let­zun­gen, se­xu­el­ler Ge­walt und dar­aus ver­ur­sach­ten (Re-)Trau­ma­ti­sie­run­gen fo­kus­siert Heinz-Jür­gen Voß in­ter­sek­tio­na­le Per­spek­ti­ven und schließt an Ex­per­ti­sen u.a. aus den queer­mi­gran­ti­schen Pro­jek­ten Les­Mi­graS (Ber­lin) und ba­ra­ka (Köln) an. Da­mit trägt er Be­ob­ach­tun­gen Rechnung, dass Auf­klä­rungs- und Hilfs­an­ge­bo­te – ge­ra­de auch zu Grenz­ver­let­zun­gen und se­xu­el­ler Ge­walt – ins­be­son­de­re Mehr­heits­deut­sche er­rei­chen, hin­ge­gen spe­zi­fi­schen Pro­blem­la­gen von Peo­ple of Co­lor – Ras­sis­mus, ras­sis­ti­schen Aus­schlüs­sen und Ge­walt – nicht Rech­nung tra­gen und für sie nur be­dingt Hil­fe be­reit­stel­len.

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