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Mitarbeiter_innen

Mit­ar­bei­ter­_in­nen


Prof. Dr. phil. Ul­ri­ke BuschProf. Dr. phil. Ulrike Busch

Pro­fes­so­r_in für Fa­mi­li­en­pla­nung

Mail ulrike.busch@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 22 40
Fax 03461 / 46 22 05

Ul­ri­ke Busch stu­dier­te Phi­lo­so­phie an der Karl-Marx-Uni­ver­si­tät Leip­zig, pro­mo­vier­te auf dem Ge­biet der Ethik, und ar­bei­te­te an der Aka­de­mie für Ärzt­liche Fort­bil­dung der DDR auf dem Ge­biet der Ethik in der Me­di­zin. Be­rei­ts in die­sem Kon­text setz­te sie sich u.a. mit den be­son­de­ren Aspek­ten von Er­wach­se­nen­bil­dung sowie pro­fes­sio­nel­ler be­ruf­li­cher Hal­tung aus­ein­an­der.

Nach der po­li­ti­schen Wen­de bau­te sie eh­ren­amt­lich das Fa­mi­li­en­pla­nungs­zen­trum Ber­lin auf, wirk­te an der Eta­blie­rung von pro fa­mi­lia in den neu­en Bun­des­län­dern mit, und war 7 Jah­re Mit­glied des Bun­des­vor­stan­des von pro fa­mi­lia. Nach be­ra­te­risch-the­ra­peu­ti­schen Zu­satz­aus­bil­dun­gen ar­bei­te­te sie zu­nächst haupt­be­ruf­lich in ei­ner Be­ra­tungs­stel­le von pro fa­mi­lia in Bran­den­burg, da­nach bis 2003 als fach­li­che Lei­te­r_in und Be­ra­te­r_in des Fa­mi­li­en­pla­nungs­zen­trums Berlin. Ih­re Kom­pe­ten­zen brach­te sie als Do­zent_in in Fort­bil­dun­gen des pro fa­mi­lia-Bun­des­ver­ban­des und an­de­rer Trä­ger ein. Im Rah­men der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft und in Ko­ope­ra­tion mit der Deut­schen Ge­sell­schaft für Se­xu­al­for­schung wir­kte sie an der Eta­blie­rung ei­ner Fort­bil­dung für Ärzt­_in­nen und an­de­re Pro­fes­sio­nel­le zu se­xuo­lo­gi­schen Ba­sis­kom­pe­ten­zen mit und war in zwei Durch­gän­gen die­ser Fort­bil­dung zu­gleich als Do­zent_in tä­tig.

2003 wur­de sie an die Hoch­schu­le Mer­se­burg als Pro­fes­so­r_in für Fa­mi­li­en­pla­nung mit dem Schwer­punkt Be­ra­tung im Kon­text von Fra­gen der Part­ner­schaft, Fa­mi­li­en­pla­nung und Se­xu­ali­tät be­ru­fen (hal­be Pro­fes­sur). Sie wir­kte an der Schwer­punkt­aus­bil­dung Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung im Rah­men des Di­plom- und spä­ter Ba­che­lor­stu­di­en­gan­ges So­zi­al­ar­beit / So­zi­al­päd­ago­gik mit. Ge­mein­sam mit Ha­rald Stum­pe und Kon­rad Wel­ler ent­wickel­te sie den ein­zi­gen se­xu­al­wis­sen­schaft­li­chen Wei­ter­bil­dungs­mas­ter­stu­di­en­gang Deutsch­lands „Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung”, ab Win­ter­se­mes­ter 2009/2010 als kon­se­ku­tiver Mas­ter­stu­di­en­gang „An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft – Bil­dung und Be­ra­tung im Kon­text von Fa­mi­li­en­pla­nung, Part­ner­schaft und Se­xu­ali­tät” (eben­falls deutsch­land­weit ein­malig) ein­ge­führt.


Michaela Katzer

Projektmitarbeiter_in

Fachärzt_in für Urologie

Mail michaela.katzer@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 12 00
Fax 03461 / 46 22 05

Michaela Katzer stu­dier­te Hu­man­me­di­zin an der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, ar­bei­te­te in ver­schie­de­nen Kli­ni­ken, un­ter an­de­rem am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Hal­le. In die­sem Kon­text ver­sorg­te sie auch trans­se­xu­el­le und in­ter­se­xu­el­le Pa­ti­ent­_in­nen. Nach der Fach­arzt­prü­fung setz­te sie ih­re Tä­tig­keit im Rücken­mark­zen­trum der Be­rufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Kli­ni­ken Berg­manns­trost in Hal­le fort, wo sie sich un­ter an­de­rem um Se­xu­ali­tät und Fort­pflan­zung von Men­schen mit Be­hin­de­rung küm­mer­te.

Als Wei­ter­bil­dungs­as­sis­tent_in und als Fach­ärzt_in war sie auch am Stu­dent­_in­nen­un­ter­richt be­tei­ligt, da­bei er­mu­tig­te sie den ärzt­li­chen Nach­wuchs, Sicht­wei­sen und Um­gang mit Pa­ti­ent­_in­nen an de­ren Be­dürf­nis­sen und Res­sour­cen zu orien­tie­ren, ver­meint­li­che Nor­men in Fra­ge zu stel­len, und Pa­tho­lo­gi­sie­run­gen zu ver­mei­den.

In ver­schie­de­nen Rah­men hielt sie Vor­trä­ge und Work­shops für Laien­pu­bli­kum bzw. Pa­ti­ent­_in­nen, da sie das Wis­sen um me­di­zi­ni­sche Zu­sam­men­hän­ge und Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten als wich­ti­ge Vor­aus­set­zung er­ach­tet, um mün­dig über den ei­ge­nen Kör­per ent­schei­den zu kön­nen.

Am Lehr- und For­schungs­be­reich An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft ist sie an der Hoch­schu­le Mer­se­burg als Pro­jekt­mit­ar­bei­te­r_in be­schäf­tigt. Die Tä­tig­keit er­folgt im For­schungs­pro­jekt „Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung”, ge­för­dert im Rah­men der Richt­li­nie des BMBF zur För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben im Zu­sam­men­hang mit se­xu­el­ler Ge­walt ge­gen Kin­der und Ju­gend­li­che in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten.


Katja Krolzik-Matthei, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiter_in

Sexual­wis­sen­schaft­ler_in, M.A.
Diplom-Sozial­päd­ago­g_in/Sozial­ar­bei­ter_in

Vor­sit­zen­de_r der „För­der­ge­mein­schaft Se­xu­al­päd­ago­gi­sches Zen­trum Mer­se­burg e.V.”

Mail katja.krolzik-matthei@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 22 18
Fax 03461 / 46 22 05

Katja Krolzik-Matthei stu­dier­te in Mer­se­burg und Je­na So­zi­ale Ar­beit. Die Be­fas­sung mit dem Schwer­punkt „Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung” be­gann in Mer­se­burg und setz­te sich auch in Je­na im Rah­men der Di­plom­ar­beit fort.

Als Di­plom-So­zi­al­päd­agog_in ar­bei­te­te sie von 2008 – 2011 als Pro­jekt­lei­te­r_in bei MO­NA­liesA e.V. (Leip­zig) in der fe­mi­ni­sti­schen Mäd­chen­ar­beit. Dort er­wei­ter­te sie ihr The­men­spek­trum um Fra­gen ge­schlech­ter­sen­sib­ler/-re­flek­tier­ter Päd­ago­gik und um Frau­en- und Ge­schlech­ter­for­schung.

2010 be­gann sie mit dem Mas­ter­stu­dium An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaf­ten an der Hoch­schu­le Mer­se­burg. Im Zu­ge des Stu­diums er­hob sie ge­mein­sam mit zwei Kom­mi­li­ton­_in­nen Hin­ter­grün­de zur Se­xu­al­kul­tur an Schu­len. Bei der Durch­füh­rung von PART­NER IV war sie als For­schungs­ko­or­di­na­to­r_in für die Ver­net­zung mit den Schu­len ver­ant­wort­lich so­wie an der Aus­wer­tung der Er­geb­nis­se be­tei­ligt.

Zeit­gleich zum Mas­ter­stu­dium leg­te Kat­ja Krol­zik-Mat­thei als Pro­jekt­lei­te­r_in der Ko­or­di­nie­rungs­stel­le für se­xu­al­päd­ago­gi­sche An­ge­bo­te für Men­schen mit Be­hin­de­rung (pro fa­mi­lia Sach­sen e.V.) die Grund­stei­ne für ein sach­sen­weit ein­ma­li­ges An­ge­bot.

Die The­men­schwer­punk­te von Kat­ja Krol­zik-Mat­thei sind Se­xu­el­le Bil­dung, Ju­gend­se­xu­ali­tät, ge­schlechts­spe­zi­fi­sche So­zi­ali­sa­tion und Päd­ago­gik so­wie se­xu­el­le und re­pro­duk­ti­ve Selbst­be­stim­mung.

Am Lehr- und For­schungs­be­reich An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft ist sie an der Hoch­schu­le Mer­se­burg als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­r_in be­schäf­tigt. Die Tä­tig­keit er­folgt im For­schungs­pro­jekt „Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung”, ge­för­dert im Rah­men der Richt­li­nie des BMBF zur För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben im Zu­sam­men­hang mit se­xu­el­ler Ge­walt ge­gen Kin­der und Ju­gend­li­che in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten.


Torsten Linke, M.A.

Wissen­schaftliche Mitarbeiter_in

Master of Arts Angewandte Sexualwissenschaft
Diplom-Sozialarbeiter_in/-pädagog_in

Schatz­meister_in der „För­der­ge­mein­schaft Se­xu­al­päd­ago­gi­sches Zen­trum Mer­se­burg e.V.”

Mail torsten.linke@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 22 17
Fax 03461 / 46 22 05

Tors­ten Lin­ke stu­dier­te So­ziale Ar­beit und Sexu­al­wis­sen­schaft in Mer­se­burg.

Er ar­bei­te­te in meh­re­ren Be­rei­chen der So­zialen Ar­beit, zu­letzt als Team­lei­ter_in in den am­bu­lan­ten Hil­fen zur Er­zie­hung (2008 bis 2014). Seit dem Som­mer­se­mes­ter 2014 war er als Lehr­kraft für be­son­de­re Auf­gaben für Kul­tur- und So­zial­ar­beit mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen an der Hoch­schu­le Mer­se­burg tä­tig.

Sei­ne The­men­schwer­punk­te sind So­ziale Ar­beit, Kin­der- und Ju­gend­hilfe, Sexu­al­wis­sen­schaft, Sexu­el­le Bil­dung und So­ziali­sa­tion.

Tor­sten Lin­ke ist seit 2015 Dok­to­rand_in an der Uni­ver­si­tät Kas­sel. Das Pro­mo­tions­vor­ha­ben wird in Ko-Be­treu­ung mit der Hoch­schu­le Mer­se­burg durch­ge­führt. Tors­ten Lin­ke ar­bei­tet und forscht in sei­ner Dis­ser­ta­tion zum The­ma der Sexu­el­len Bil­dung in der Kin­der- und Ju­gend­hil­fe.

Seit 2016 ist er am Lehr- und For­schungs­be­reich An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft an der Hoch­schu­le Mer­se­burg als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­r_in be­schäf­tigt. Die Tä­tig­keit er­folgt im For­schungs­pro­jekt „Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung”, ge­för­dert im Rah­men der Richt­li­nie des BMBF zur För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben im Zu­sam­men­hang mit se­xu­el­ler Ge­walt ge­gen Kin­der und Ju­gend­li­che in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten.


Prof. Dr. med. Harald StumpeProf. Dr. med. Harald Stumpe

Professor_in für Sozial­medizin / Sexual­wissen­schaft

ehemalige Dekan_in des Fachbereichs SMK

Mail           harald.stumpe@hs-merseburg.de
Homepage www.harald-stumpe.de
Tel            03461 / 46 22 08
Fax           03461 / 46 22 05

Ha­rald Stum­pe stu­dier­te Hu­man­me­di­zin an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Je­na und pro­mo­vier­te. Schon als jun­ge_r As­sis­tenz­arzt setz­te er sich für die Se­xu­al­er­zie­hung in vie­len Je­na­er Schu­len ein und führ­te hun­der­te von Ver­an­stal­tun­gen für Schü­ler­_in­nen und El­tern durch. Da­bei ge­wann er auch Me­di­zin­stu­dent­_in­nen im Rah­men sei­ner wis­sen­schaft­li­chen Tä­tig­keit am In­sti­tut für So­zi­al­hy­gi­ene der Uni­ver­si­tät und bil­de­te die­se für die Se­xu­al­auf­klä­rung aus.

Nach der po­li­ti­schen Wen­de bau­te er den Lan­des­ver­band der pro fa­mi­lia e.V. in Thü­rin­gen auf und war dort 10 Jah­re lang eh­ren­amt­li­cher Vor­sit­zen­der. Haupt­be­ruf­lich lei­te­te er bis 1993 die Mo­bi­le AIDS-Prä­ven­tion Thü­rin­gen und ver­an­stal­te­te se­xu­al­päd­ago­gi­sche Fort­bil­dun­gen für ver­schie­de­ne Mul­ti­pli­ka­to­ren­grup­pen mit sei­nem Team in ganz Thü­rin­gen.

1993 wur­de er an die Hoch­schu­le Mer­se­burg als Pro­fes­sor_in für So­zi­al­me­di­zin / Se­xu­al­wis­sen­schaft be­ru­fen. Dort be­grün­de­te er 1993 ei­ne Schwer­punkt­aus­bil­dung Se­xu­al­päd­ago­gik im Rah­men des Di­plom­stu­di­en­gan­ges So­zi­al­ar­beit / So­zi­al­päd­ago­gik. Ge­mein­sam mit Ul­ri­ke Busch und Kon­rad Wel­ler ent­wickel­te er den ein­zi­gen se­xu­al­wis­sen­schaft­li­chen Wei­ter­bil­dungs­mas­ter­stu­di­en­gang Deutsch­lands „Se­xu­al­päd­ago­gik und Fa­mi­li­en­pla­nung”. Ab Win­ter­se­mes­ter 2009/2010 wurde un­ter sei­ner Lei­tung der neue kon­se­ku­ti­ve Mas­ter­stu­di­en­gang „An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft – Bil­dung und Be­ra­tung im Kon­text von Fa­mi­li­en­pla­nung, Part­ner­schaft und Se­xu­ali­tät” (eben­falls deutsch­land­weit ein­malig) ein­ge­führt.

Er en­ga­giert sich der­zeit eh­ren­amt­lich in ver­schie­de­nen Ver­ei­nen und Ge­sell­schaf­ten:

  • 2. Vor­sit­zen­de_r der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft,
  • frühere_r Vor­sit­zen­de_r der För­der­ge­mein­schaft Se­xu­al­päd­ago­gi­sches Zen­trum Mer­se­burg (Trä­ger­ver­ein des An-In­sti­tu­tes An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft IFAS)


Prof. Dr. phil. Kon­rad Wel­lerProf. Dr. phil. Konrad Weller

Pro­fes­sor_in für Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie / Se­xu­al­wis­sen­schaft

Leiter des Master­studien­ganges Ange­wandte Sexual­wissen­schaft

Mail konrad.weller@hs-merseburg.de
Tel  03461 / 46 22 46
Fax 03461 / 46 22 05

Kon­rad Wel­ler stu­dier­te Psy­cho­lo­gie an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Je­na und forsch­te und pro­mo­vier­te da­nach am Zen­tral­in­sti­tut für Ju­gend­for­schung in Leip­zig. Im Rah­men der Ju­gend­for­schung spe­zi­ali­sier­te er sich auf em­pi­ri­sche Se­xu­al­for­schung und die Um­set­zung der For­schungs­er­geb­nis­se in se­xu­al­päd­ago­gi­sche Pra­xis.

Nach 1990 setz­te er die­se For­schun­gen in der For­schungs­stel­le der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft in ei­ge­nen Pro­jek­ten und in Ko­ope­ra­tion mit Fach­kol­le­gen fort (Uni Bie­le­feld, Abt. für Se­xu­al­for­schung Ham­burg). Im Rah­men ei­ner mehr­jäh­ri­gen Tä­tig­keit als psy­cho­lo­gi­sche_r Be­ra­ter in ei­ner In­te­grier­ten Fa­mi­li­en­be­ra­tungs­stel­le der pro fa­mi­lia in Er­furt qua­li­fi­zier­te er sich zum ana­ly­ti­schen Paar- und Se­xu­al­be­ra­ter und en­ga­gier­te sich beim Auf­bau der psy­cho­so­zi­alen Be­ra­tungs­land­schaft in den neu­en Bun­des­län­dern. Er sam­mel­te u.a. Er­fah­run­gen in se­xu­al­päd­ago­gi­scher Grup­pen­ar­beit und in der am­bu­lan­ten Ar­beit mit Se­xu­al­tä­ter­_in­nen. Er be­tei­lig­te sich ak­tiv an der Schaf­fung von Struk­tu­ren bzw. Netz­wer­ken, in de­nen sys­te­misch mit al­len be­tei­lig­ten Per­so­nen im Kon­text se­xu­el­ler Ge­walt ge­ar­bei­tet wird. Zu­gleich er­wei­ter­te er sein For­schungs­spek­trum durch die wis­sen­schaft­li­che Be­glei­tung des Bun­des­mo­dell­pro­jekts In­te­grier­te Be­ra­tungs­stel­le.

Kon­rad Wel­ler war 1990 Mit­be­grün­der der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­wis­sen­schaft und lang­jäh­rig Mit­glied des ge­schäfts­füh­ren­den Vor­stands. Als Re­dak­teur des pro fa­mi­lia ma­ga­zin, der ein­zi­gen deutsch­spra­chi­gen Fach­zeit­schrift für Se­xu­al­päd­ago­gik, Fa­mi­li­en­pla­nung und Se­xu­al­be­ra­tung, en­ga­gi­er­te er sich für die fach­li­che und struk­tu­rel­le Ent­wick­lung der Se­xu­al­päd­ago­gik in Deutsch­land. Er ist Mit­grün­der der Ge­sell­schaft für Se­xu­al­päd­ago­gik, Mit­glied in der Deut­schen Ge­sell­schaft für Se­xu­al­for­schung und dort tä­tig im wis­sen­schaft­li­chen Bei­rat der Zeit­schrift für Se­xu­al­for­schung.

1995 wur­de Kon­rad Wel­ler an die Hoch­schu­le Mer­se­burg be­ru­fen. Dort lehrt er in den Ba­che­lor­stu­di­en­gän­gen der So­zia­len Ar­beit so­wie der Kul­tur- und Me­di­en­päd­ago­gik Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie und Me­di­en­psy­cho­lo­gie. Ge­mein­sam mit den Ha­rald Stum­pe und Ul­ri­ke Busch pro­fi­lier­te er die se­xu­al­päd­ago­gi­sche Schwer­punkt­aus­bil­dung von So­zi­al­päd­agog­_in­nen, ent­wickel­te ver­schie­de­ne se­xuo­lo­gi­sche Fort- und Wei­ter­bil­dungs­for­ma­te und schließ­lich das Cur­ri­cu­lum des kon­se­ku­ti­ven Mas­ter-Stu­di­en­gan­ges „An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft. Bil­dung und Be­ra­tung im Kon­text von Se­xu­ali­tät, Part­ner­schaft und Fa­mi­li­en­pla­nung”, der seit 2009 durch­ge­führt wird. Wel­lers Schwer­punk­te in die­sem Stu­di­en­gang sind So­zio­lo­gie und Psy­cho­lo­gie der Se­xu­ali­tät, em­pi­ri­sche Se­xu­al­for­schung, Se­xu­al­be­ra­tung, Se­xu­ali­tät und Me­di­en, Se­xu­ali­tät und Ge­walt. Der Kin­der- und Ju­gend­schutz spielt in den letzt­ge­nann­ten Be­rei­chen ei­ne zu­neh­men­de Rol­le.


Prof. Dr. phil. Heinz-Jürgen VoßProf. Dr. phil. Heinz-Jürgen Voß

For­schungs­pro­fes­sur für Se­xu­al­wis­sen­schaft und se­xu­el­le Bil­dung

Di­plom-Bio­log­_in

Lei­ter_in des In­sti­tu­tes für An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft

Mail           heinz-juergen.voss@hs-merseburg.de
Homepage http://www.heinzjuergenvoss.de
Tel            03461 / 46 22 08
Fax           03461 / 46 22 05

Heinz-Jür­gen Voß stu­dier­te Di­plom-Bio­lo­gie an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den und der Uni­ver­si­tät Leip­zig. Nach ei­ner in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Wei­ter­bil­dung in den Fach­be­rei­chen Phi­lo­so­phie, So­zial­po­li­tik und Ge­schlech­ter­for­schung an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen wur­de er 2010 mit der Ar­beit Ge­schlech­ter­de­kon­struk­tion aus bio­lo­gisch-me­di­zi­ni­scher Per­spek­ti­ve an der Uni­ver­si­tät Bre­men pro­mo­viert. Die Dis­ser­ta­tion er­schien un­ter dem Ti­tel Ma­king Sex Re­vi­si­ted: De­kon­struk­tion des Ge­schlechts aus bio­lo­gisch-me­di­zi­ni­scher Per­spek­ti­ve und wur­de 2011 mit der vom Aus­wär­ti­gen Amt, dem Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels, der Fritz-Thys­sen-Stif­tung und der VG Wort ver­ge­be­nen Über­set­zungs­för­de­rung „Geis­tes­wis­sen­schaf­ten in­ter­na­tio­nal” aus­ge­zeich­net.

Seit 2007 war Voß Lehr­be­auf­trag­te_r an ver­schie­de­nen Uni­ver­si­tä­ten im ge­sam­ten Bun­des­ge­biet (in den Fach­be­rei­chen Bio­lo­gie, So­zi­al­wis­sen­schaf­ten, Ge­schlech­ter­for­schung, Me­di­zin). Nach ei­ner An­stel­lung beim les­Bi­Schwu­len In­fo­la­den Knack­punkt in Han­nover, mit Schwer­punkt­auf­ga­ben in den Be­rei­chen Kon­zep­tion von Be­ra­tungs­ma­te­ri­ali­en und Be­ra­tung, meh­re­ren Buch­pro­jek­ten und wis­sen­schaft­li­chen Sta­tio­nen in Hal­le (In­sti­tut für Ge­schich­te und Ethik der Me­di­zin der Me­di­zi­ni­schen Fa­kul­tät an der Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg) und Frank­furt/Oder (am LS Sprach­wis­sen­schaft und the­ra­peu­ti­sche Kom­mu­ni­ka­tion, Eu­ro­pa Uni­ver­si­tät Via­dri­na; For­schungs­pro­jekt Se­xu­ali­tät und ‚Gen­der‘ als Be­griffs­kul­tu­ren in der Bio­lo­gie) nahm er 2014 den Ruf auf die For­schungs­pro­fes­sur Se­xu­al­wis­sen­schaft und se­xu­el­le Bil­dung am In­sti­tut für An­ge­wand­te Se­xu­al­wis­sen­schaft des Fach­be­reichs So­zi­ale Ar­beit. Me­di­en. Kul­tur an der Hoch­schu­le Mer­se­burg an. Die Pro­fes­sur ist Teil des res­sour­cen­ori­en­tier­ten se­xu­al­wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­pro­jekts Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­ler Trau­ma­ti­sie­rung der Hoch­schu­le, das im Rah­men der BMBF-För­der­li­nie Se­xu­ali­sier­te Ge­walt in päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten ge­för­dert wird.

Ne­ben den Schwer­punkt­for­schun­gen zur Vor­beu­gung von Grenz­ver­let­zun­gen, se­xu­el­ler Ge­walt und dar­aus ver­ur­sach­ten (Re-)Trau­ma­ti­sie­run­gen fo­kus­siert Heinz-Jür­gen Voß in­ter­sek­tio­na­le Per­spek­ti­ven und schließt an Ex­per­ti­sen u.a. aus den queer­mi­gran­ti­schen Pro­jek­ten Les­Mi­graS (Ber­lin) und ba­ra­ka (Köln) an. Da­mit trägt er Be­ob­ach­tun­gen Rechnung, dass Auf­klä­rungs- und Hilfs­an­ge­bo­te – ge­ra­de auch zu Grenz­ver­let­zun­gen und se­xu­el­ler Ge­walt – ins­be­son­de­re Mehr­heits­deut­sche er­rei­chen, hin­ge­gen spe­zi­fi­schen Pro­blem­la­gen von Peo­ple of Co­lor – Ras­sis­mus, ras­sis­ti­schen Aus­schlüs­sen und Ge­walt – nicht Rech­nung tra­gen und für sie nur be­dingt Hil­fe be­reit­stel­len.